Die Faszien sind tragende Leitstrukturen im Körper, welche reflektorisch auf Irritation reagieren. Sie helfen die Unversehrtheit des Körpers zu wahren. Sie funktionieren in inneren und äußeren Ketten, die ohne Unterbrechung von Kopf bis Fuß gehen und sich punktuell an Knochen befestigen. Faszien sind für die Aufrechterhaltung und Korrektur der Körperhaltung zuständig.
Muskeln machen die Bewegung, Faszien sorgen für die Statik und das mit minimalem Energieaufwand. Faszien stehen mit den unterschiedlichsten Körperstrukturen in Verbindung. Sie stabilisieren Gelenke und bilden ein federndes System, welches Bewegungsenergie speichern und abgeben kann. Faszien arbeiten in federnden Bewegungen stärker als die Muskulatur. Sie sorgen für den Zusammenhalt, haben tragende Funktion und bieten Schutz vor Spannungskräften, Stress oder Gewalteinwirkung. Sie haben Stoßdämpferfunktion.
Auch für die inneren Organe haben die Faszien einen hohen Stellenwert. Sie umgeben die Organe, geben ihnen ihre Form und befestigen sie im Rumpf.
Faszien reagieren sofort auf Störungen. Sie ziehen sich reflektorisch zusammen um den Körper zu schützen und zu entlasten. Es entstehen Fehlhaltungen, die ohne Korrektur zu weiteren Fehlhaltungen führen. Sie bilden Schichten von aufeinander gelagerten Kompensationen, die den Körper immer weiter einschränken. Es betrifft nicht nur die Bewegung im Raum, sondern auch innere Organe können in ihrer Arbeit gestört werden, die Durchblutung kann vermindert werden, die Nerven können irritiert werden und reagieren z.B. mit Taubheitsgefühlen oder eingeschlafenen Fingern.
Hier setzt nun die Osteopathie an. Schicht für Schicht werden die Fehlhaltungen entspannt. Die Faszien werden wieder in ihren Normalzustand zurückgeführt und der Körper kann in seine ursprüngliche Funktionsweise zurückkehren.
